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Dekolonisation

Unter Dekolonisation werden die Ablösungsprozesse verstanden, die zum Ende einer kolonialen Herrschaft führen, sowie die dem Erlangen der staatlichen Unabhängigkeit folgenden sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen.

Der Begriff wurde 1932 von dem Staatswissenschaftler Moritz Julius Bonn geprägt. Gleichbedeutend werden die Begriffe Entkolonialisierung und Entkolonisierung sowie Dekolonialisierung und Dekolonisierung gebraucht.

Neben den Ablösungsprozessen der Kolonien von ihren Kolonialmächten umfasst der Begriff der „Dekolonisation“ auch die gesellschaftlichen und kulturellen Dimensionen innerhalb der kolonisierten Völker und Staaten sowie die globalen Veränderungen auf der Ebene von Weltwirtschaft und Weltpolitik. Insgesamt schließt „Dekolonisation“ damit drei Ebenen ein, die sich gegenseitig beeinflussen: Kolonialmacht, Kolonie und weltpolitische Entwicklung.

Der Zweite Weltkrieg war der wichtigste Katalysator einer weltweiten Dekolonisierung, in der Indien (1947), Indonesien (1949) und später die Kolonien in Afrika ihre Selbstständigkeit erlangten. Im Zuge dieser Entwicklung wurden von den 1940er Jahren bis 2002 120 Kolonien und abhängige Territorien unabhängig. Die Staaten Zentralasiens erlangten mit dem Zerfall der Sowjetunion (1991) ihre Unabhängigkeit.

 


Quellen

Bildernachweis

Siehe auch

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