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Das Reich von Kusch

Das Reich von Kusch lag im Norden des heutigen Sudan. Die Geschichte des antiken Reiches von Kusch begann etwa 750 v. Chr. und war noch stark von ägyptischen Traditionen geprägt. Die Könige wurden in den Nekropolen um Napata begraben.

Ab 300 v. Chr. setzte mit der Verlagerung des Reichszentrums von Napata nach Meroe und der Bestattung der Herrscher in Meroe die meroitische Phase ein. Die Kultur des Landes zeigte immer mehr Gemeinsamkeiten mit dem afrikanischen Brauchtum. Ab etwa 150 v. Chr. folgte der Übergang zur eigenen meroitischen Sprache und meroitischen Schrift.

Die letzten meroitischen Könige können kurz nach 300 datiert werden. Der Untergang des meroitischen Reiches liegt für uns immer noch im Dunkeln. Sicher ist jedenfalls nur, dass das Reich um 350 n. Chr. zerfiel und drei neue nubische Königreiche Alwa, Makuria und Nobatia entstanden, die kulturell teilweise noch stark meroitisch geprägt waren. Die meroitische Schrift und Sprache wurde noch eine Zeit lang benutzt. Kurz darauf wurde diese Schrift aber von der griechischen Schrift und Sprache im schriftlichen Verkehr verdrängt.

Für die heutige Forschung ist es schwer, die Grenzen des kuschitischen Reiches zu bestimmen. Die Grenze im Norden nach Ägypten lag wahrscheinlich in der Gegend des 2. Kataraktes, wobei sie sich im Laufe der Zeit mehrmals verschob. Als in Ägypten die Ptolemäer regierten und dann vor allem in den Jahrhunderten n. Chr. lag sie aber auch öfters weiter nördlich. Qasr Ibrim war unter Augustus der südlichste Punkt des römischen Reiches, später verschob sich die Grenze jedoch nach Norden. Die südliche Grenze des Reiches ist viel schwerer zu bestimmen. Der südlichste Fund eines nubischen Objektes stammt aus Kusti am Weißen Nil. Die Ost- und Westgrenzen des Reiches sind noch schwerer zu bestimmen. In den dortigen Wüsten lebten vor allem Nomaden, die wahrscheinlich zum großen Teil unabhängig waren.

File:Africa in 400 BC.jpg

ca. 400 v. Chr.


Siehe auch

Weblinks

Quellen

Bildernachweis